Wieder zurück


Nach einem abschließenden Seminar in der Hauptstadt Windhoek und einem 12 stündigen Flug, war die letzte große Reise dieses Freiwilligendienstes vorüber. Nach einem Jahr betrat ich im ziemlich verregneten Frankfurt dann auch in den frühen Morgenstunden wieder deutschen Boden. Und nach einem Jahr in der afrikanischen Kultur der Ovambos, ist es nun Zeit sich wieder an die deutsche Pünktlichkeit, Sorgfalt und Hektik zu gewönnen.


Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken, die mich und meine Reisen und Arbeiten in Ongwediva über diesen Blog verfolgt haben.


Vielen Dank für das Interesse und die Motivation.




3rd Ongwediva Youth Poetry Slam


Nach einigen Misserfolgen in den vergangenen Monaten, erwies sich nun die Kooperation mit einer lokalen Schule, der Ekwafo Secondary School, als voller Erfolg.


Neben zwei Kinder aus unserem Nachmittagsprogramm kamen 10 weiter Schülerinnen und Schüler zum SNMPC um ihr Können im Umgang mit der englischen und lokalen Sprache unter Beweis zu stellen.

Von persönlichen Konflikten mit den eigenen Gefühlen über unterhaltsame Rap-Einlagen bis hin zu gesellschaftskritischen Sachtexten lieferten die Jugendlichen ein spannendes Programm und erhielten für ihren Auftritt auch eine überdurchschnittliche Bewertung des jungen Publikums.


Der Ongwediva Youth Poetry Slam wird weiterhin hauptsächlich in Zusammenarbeit mit Schulen die Talente der jungen Schriftsteller Ongwedivas fördern. Somit können Sprachkenntnisse, Selbstbewusstsein und auch die

Meinungsfreiheit auf kreative Weise angeregt werden.



                                                                                                                                                        Juli 2015

National Anthem unplugged


Mit meiner fortgeschrittenen Gitarrengruppe habe ich in den vergangenen Monaten einmal die Woche eine Stunde Unterricht gehabt. Und obwohl es manchmal ausfallen musste und obwohl die Kinder nicht zuhause üben konnten, können sie nun schon ein erstes Lied durchspielen.


Da die Kinder nicht viele Gitarrenlieder kennen, habe ich mich dazu entschieden, mit ihnen die National Hymne des Landes einzuüben. Diese kennen sie aus der Schule und dem Fernsehen und haben sie mehr im Ohr als beispielsweise „Stairway to Heaven“. Leider waren an dem Tag, an dem ich die Kinder dabei filmen wollte, nur zwei Jungs anwesend, die die Aufgabe allerdings auch hervorragend gemeistert haben!


Zwei weitere Gruppen von insgesamt 12 Kindern werden derzeit in das Gitarrenspiel neu eingeweiht.

Juni 2015

Wanderung durch den Fish River Canyon



Manchmal haben Leute eine spannende Idee. Warum nicht einfach mal durch den zweitgrößten Canyon der Welt in Mitten der namibischen Steppe wandern?

Die Strapazen, die so ein Abenteuer mit sich bringen, werden dann gerne bei solch spannenden Vorhaben vergessen. Eine Vorstellung wie atemberaubend und einzigartig die Eindrücke werden könnten, allerdings auch.


Und so machte ich mich mit Lorenz Eichler, Frederik Steufmehl und Thomas Schneider auf den Weg zum Fish River Canyon im Süden Namibias, um dort binnen fünf Tagen 90 Kilometer über Stock und hauptsächlich Stein zu wandern. Grandios unerfahren und mit viel zu viel Gepäck, gelang uns diese Tour und war für jeden von uns eine unvergessene Erfahrung. Neben Pavianen und Leoparden campen, abends vor Erschöpfung ins Zelt fallen, mittags Wasser vom Fluss mit Aktivkohle filtern und es irgendwie schaffen, auch an Tag 4 Pumpernickel mit Senf noch lecker zu finden.

Überschätzt haben wir uns vermutlich alle, bereuen wird es keiner von uns.









Mai 2015

Kurzer Reisebericht

Vom mittleren Westen Namibias durch den fast tropischen Südosten, über Botswana bis nach Zimbabwe. Eine lange Reise mit spannenden Eindrücken.


Die Bilder sprechen hier aber eine klarere Sprache.



April 2015

Würstchen Day


Nach der letzten Bundestagswahl, forderten die Grünen die bundesweite Einführung eines „Veggy Days“ in deutschen Kantinen.

Namibia hat da ein etwas anderes Konzept an manchen Tagen. Warum nicht mal, nach der Spende eines Lebensmittellieferanten, nur Würstchen zum Mittag anbieten.


Die Kinder waren total begeistert, während ich doch eher den „Veggy Day“ dem „Würstchen Day“ vorziehen würde!



März 2015

Ongediva Youth Band


Es schwinden jedes Kummers Falten, so lang des Liedes Zauber walten.

Helene Fischer (man höre; Das Känguru Manifest: „Street Art“, M.U. Kling)

 

 

Nach dem Scheitern meiner ersten Bewerbung auf die Stelle an einem Art Perfomance Centre (Musikschule), boten sich auch für mich im SNMPC im letzten halben Jahr schon viele Möglichkeiten, mein Interesse an der Musik in meine Arbeit einfließen zu lassen.


Da nun auch der Youth Club von Ongwediva klagte, es gebe nicht ausreichend Angebote für Jugendliche im Gemeindezentrum, begann ich mit einem Kollegen gezielt junge Leute für Gitarren-, Gesangs- und Notenunterricht zu gewinnen. Am Anfang erwies es sich allerdings als sehr schwierig, Leute für unser Projekt zu interessieren. In den vergangen zwei Wochen aber stieg die Zahl der Teilnehmer plötzlich von 2 auf 21 an.


Um diese erfreuliche Zahl an Interessierten abdecken zu können, wird das kostenlose Musikangebot nun auch auf Dienstag stattfinden. Derzeit habe ich eine kleine Gruppe an „Learners“, die sehr eifrig mit mir Notenlesen erarbeiten und auch vor experimentellen pädagogischen Methoden nicht zurückschrecken. Mein Kollege kümmert sich derweil darum, dass fast 15 Leute gleichzeitig mit 6 Instrumenten Gitarre spielen lernen.



Etosha National Park


Ich bin einer der Freiwilligen, die sehr nahe am großen „Etosha National Park“ stationiert sind. Es hat dennoch ein halbes Jahr gedauert, bis ich es endlich geschafft habe die touristische Hauptattraktion Namibias zu besuchen.


Der 22.275 Quadratkilometer große Park beherbergt unzählige Tierarten und ist auch aufgrund des gigantischen ausgetrockneten Salzsees bekannt, der „Etosha-Pfanne“. Trotz eigentlicher Nebensaison liefen uns viele beliebte Tiere wie Löwen, Elefanten, Nashörner und Giraffen vor die Kamera, was mich dazu brachte mit 800 Fotos nur von besagten Tieren wieder mit nach Hause zu fahren.


Mehr Bilder: https://www.flickr.com/photos/koljadre/


Zwischenseminar


Die Zeit vergeht leider wie im Flug.

Vom 26. bis 30. Januar fand nun bereits in einer kleinen Lodge vor Windhoek das DSJW Zwischenseminar statt. Die Halbzeit nährt sich in der Tat mit großen Schritten. Für uns 13 namibischen Freiwilligen bot das Seminar eine Vielzahl an spannenden Themen (Rassismus, HIV, Interkulturelle Kompetenzen und Entwicklungspolitik), Team Building Activities und Austausch- und Reflektionsmöglichkeiten.


Vielen Dank für die gute Organisation und den großen Spaß



                                                                                                                                                 Februar 2015

OVC "Toy Room"


Durch eine großzügige Spende der namibischen „Bank Windhoek“ konnte das OVC- Programm des SNMPC seine Spielmaterialen um ein Vielfaches erweitern.


Die bestellten/gewünschten Spielmaterialien trafen am 5. Dezember im SNMPC ein und mussten zunächst einmal vom pingeligen deutschen Freiwilligen - mir - systematisch erfasst und registriert und danach zusammen mit den OVCs in „Toy Room“ verstaut werden. Um zu Beginn einen Überblick über Schwund und Demontage zu behalten, führe ich jetzt eine Ausleihliste, in die sich die Kinder eintragen können und sich ein Spielzeug aussuchen dürfen.


Das Einzige, was die Kinder dafür tun müssen, ist nur die Zauberformel zu sagen: „Can you please borrow me …?“ Ich musste es nach fünfmaligem: „Give me ball“ dann doch ein Zettel ausdrucken und aufhängen, auf dem stand, wie man es zu sagen hat.



Urlaubsbilder

Da ich im Urlaub wieder zu viele Fotos gemacht habe, würde ich Euch gerne auf meinen Flickr Fotostream verweisen. Eine kleine Auswahl ganz spannender Eindrücke: https://www.flickr.com/photos/koljadre/



                                                                                                                                                   Januar 2015

Eine super Tour durch halb Namibia


Vom 20.12. - 03.01.2015 auf einem wilden Trip durch Namibia


Route: Von Otjiwarongo über Twyfelfontein an die windige Skeleton Coast am Atlantik. Nach einem kurzen Weihnachtsstop in Swakop weiter zum Sossusvlei und ins Naukluft Gebirge und schließlich von Lüderitz im Süden zurück nach Swakopmund.


Es war eine unglaubliche Zeit mit tollen Erfahrungen und super Leuten im Gepäck.
Vielen Dank dafür


Nachträgliche Weihnachtsgrüße aus dem noch ziemlich deutschen Namibia


In der kleinen Küstenstadt Swakopmund sind deutsche Produkte keine Seltenheit. Aus diesem Grund haben sich die deutschen Freiwilligen an Heiligabend ein Stück Heimat gegönnt. Schmeckt super mit namibischer Bratwurst!


1st Ongwediva Youth Poetry Slam


Im europäischen und nordamerikanischen Raum ist es schon seit langem eine weitverbreitete Tradition einen Dichterwettstreit “Poetry Slam” beizuwohnen. Eine derartige Veranstaltung fand nun gestern zum ersten Mal auch im Norden Namibias statt. Jugendliche aus Ongwediva zwischen 14 und 24 traten mit selbstverfassten Gedichten gegeneinander an und überzeugten das zurzeit noch überschaubare Publikum mit der Kunst des geschriebenen Wortes. Siegerin des Abends wurde die jüngste Teilnehmerin.


Das SNMPC wird nach diesem Erfolg nun monatlich einen Poetry Slam für die Jugendlichen Ongwedivas organisieren.



World AIDS Day 2014



Der von der UNAIDS, einer Nebenorganisation der UNO, ins Leben gerufene internationale „World AIDS Day“ wurde heute auch in Ongwediva zelebriert. Unter Einbezug einer Armekappelle aus Grootfontein, marschierte das gesamte Personal des Stadtrates durch die Straßen, um den Leuten diesen Tag und seine Bedeutung ins Gedächtnis zu rufen.


Der Norden Namibias ist weiterhin mit dem äußersten Osten des Caprivi -Streifens die am stärksten von HIV&AIDS betroffene Region in Namibia. Die Rate der infizierten Personen liegt bei 25 – 30%.


Der Anteil der von dieser  Betroffenen ist umso höher.



Dezember 2014

Miss Ongwediva Beauty Pageant 2014

 

Die Wahl der „Miss Ongwediva“ hat in Ongwediva bereits Tradition.

Der Schönheitswettbewerb, bei dem meistens 10 Kandidatinnen aus Ongwediva, Oshakati oder Ondangwa gegeneinander um die Krone der schönsten und intelligentesten Miss antreten, soll zum einem durch seine Einnahmen das „Orphans and Vulnerable Children“ Programm des SNMPC unterstützen, als auch Ongwedivas Stadtrat ein Gesicht geben. Dieses Amt ist demnach auch mit einigen Verantwortungen verbunden.

 

Die letzten drei Monate hatte ein kleines Komitee aus Angestellten des Centers, Veranstaltungsorganisatoren und mir Zeit diesen Abend am vergangenen Samstag zu organisieren und umzusetzen.

 

Auch Dank spontaner Unterstützung durch Kira Schäfer verlief der Abend mit dem Empfangen von VIPs und dem Fotografieren der Damen aber ohne Schwierigkeiten.

 

 

 

Vorbereitungen in vollem Gange

 

In gut einem Monat wird in Ongwediva der erste Poetry Slam der Oshana Region in Namibia stattfinden. Bis dahin müssen aber zunächst Autoren für die Geschichten, Gedichte oder Songtexte gefunden werden. Eine richtige "Slamer Szene" gibt es noch nicht.

Aber bei meinem heutigem Rundgang durch die Straßen, Läden und Schulen Ongwedivas zeigten sich doch schon einige junge und auch ältere Personen interessiert.

Diejenigen, die sich entschließen sollten, am Poetry Slam teilzunehmen, können ihren Namen und ihre Kontakte im Centre melden und werden dann über weitere Dinge wie das Thema und die Zeiten des Vorbereitungsworkshops informiert.

 

Die Durchführung eines Poetry Slams und die eventuelle Etablierung einer „Slamer Szene“ würde sowohl die Attraktivität des SNMPC für die Jugend erweitern, als auch Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich auf andere Weise mit gesellschaftlichen Themen wie HIV&AIDS, Alkohol und häusliche Gewalt auseinanderzusetzen.

 

 

Eine Cola in ...

 

 

November 2014

HIV-Graduation- Gala Dinner

Für meine Fotografenrolle bei einem abendlichen Dinner leihe ich mir sogar mal eine Krawatte. Hätte nicht gedacht, dass mir im Laufe meines Frewilligendienstes doch mal ein Anzug fehlt!

 

Self-Expression Day

 

Im Sam Nujoma Multi-Purpose Centre können die Kinder des „Bright Future After School”- Programmes an verschiedenen Aktivitäten teilnehmen, die von Freiwilligen organisiert und durchgeführt werden. Die Ergebnisse des Theaterprojektes, „Culture Clubs“, des Chores, der Kunstgruppe und meiner kleinen Gitarrengruppe wurden nun auf dem Self-Expression Day des SNMPC den anderen Kindern und einigen Eltern präsentiert. Die Aufregung der Kinder hielt sich aber in Grenzen. Alles anscheinend bereits erfahrende Künstler!

 

Kunene River und Epupa-Falls

 

Wer glaubt, dass Namibia schön sei, sei gewarnt! Es ist atemberaubend schön. Zu mindestens das, was ich bereits sehen durfte.

 

Im hohen Norden Namibias fließt der Kunene, ein Fluss, der Namibia sowohl als Grenze zwischen sich und Angola, als auch als Stromerzeuger in Ruacana dient. Dieser Fluss war das Hauptreiseziel meines ersten Wochenendausfluges. Nach sechs Stunden Autofahrt durch karge Wüstenregionen erreichten wir den fast tropischen Kunene und verbrachten an dessen Ufer eine Nacht mit Blick auf Angola. Am folgenden Tag erreichten wir weiter im Westen die Epupa-Falls. Diese mächtigen aber auch filigranen Wasserfälle waren sehr beeindruckend und kontrastierten außergewöhnlich schön mit der umgebenden trockenen Gebirgslandschaft.

 

Ostseestimmung in Norden Namibias

 

Am vergangenen Freitag wurde im SNMPC das monatliche Treffen aller OVCs (Orphans and Vulnerable Children) abgehalten. Die Kinder wurden über das aktuelle Programm des Centres, Veränderungen und ihr Verhalten informiert.

 

Zu diesem Anlass bot sich für mich die Möglichkeit einen Tanz mit den anwesenden Kindern einzuüben, den ich von der Ferienfreizeit am Lensterstrand (http://scl-lenste.de/) her kenne. Obwohl die meisten Kindern zunächst skeptisch waren, zeigte sich doch ziemlich schnell ihre Begeisterung für den Tanz zu „Mr. Vain“ von Culture Beat.


 

 

 

Oktober 2014

Daan Viljoen Game Park Windhoek

 

 

Gemeinsam mit Thomas Schneider erkundete ich am vergangen Samstag, nach einer langen schlaflosen Intercape Tour von Ongwediva bis Windhoek, den gut 20 Kilometer von Windhoek entfernten „Daan Viljoen Game Park“. Dieses relativ kleine Naturreservat bietet vielen Tieren ein natürliches und geschütztes Umfeld und dadurch, dass es keine Raubtiere wie Löwen oder Geparden beherbergt, sind dort auch Wanderungen zu Fuß möglich. Selbstbewusst entschieden wir uns für die längste Route von 9 Kilometer und hofften, viele Tiere vor die Kamera zu bekommen. Während wir wanderten und beim Anblick der Landschaft in meinem Kopf eine Mischung aus „Indianer Jones“ und „Herr der Ringe“ Musik lief, schwanden unter der starken Sonne und dem anstrengenden Pfad nicht nur unsere Wasservorräte, sondern auch unsere Kräfte. Nach 5 Stunden Wanderung mit kurzen Pausen hatten wir die erste Etappe geschafft und mussten uns zunächst erholen, bis wir die nächste Route von schlappen 2 Kilometern in Angriff nehmen konnten. Die Tiere waren ziemlich scheu und ließen sich nicht so einfach von einem Foto überzeugen, wie angenommen. Doch am Ende des Tages konnten wir den Park mit 7 Stunden Wanderung, einem kleinen Sonnenbrand und 666 Fotos guten Gewissens wieder verlassen.

 

 

 

Arbeit im Sam Nujoma Multi-Purpose Centre Ongwediva

 

 

Neben meinen interessanten Erfahrungen mit der namibischen Kultur, gehe ich auch von montags bis freitags von 8:00 bis 17:00 Uhr arbeiten. Und zwar im Sam Nujoma Multi-Purpose Centre der Stadt Ongwediva. Diese Einrichtung fungiert als sozialer Arm des Stadtrates in verschiedenen Bereichen. Zwei dieser Bereiche durfte ich bis jetzt schon kennenlernen und aktiv mitgestalten.

 

 

Jeden Montag, Mittwoch und Freitag kommen die sogenannten „Orphans and Vulnerable Children“ (kurz OVC), welche durch verschiedene Umstände Not leiden und Unterstützung benötigen. Das SNMPC bietet diesen Kindern einen Ort der Geborgenheit, wo sie zudem in unterschiedlichen Programmen unterhalten und abgelenkt werden. Ich habe bereits mit einer kleinen Gitarrengruppe angefangen und mir beim Fußballspielen ohne Schuhe und Socken auf afrikanischem Sand schon die Fußsohle zerstört.

 

 

Auch dem zweite Programm des Centres, dem „Behavior Chance Progam“, durfte ich bereits beiwohnen. Im Rahmen dieses Programmes wird Aufklärungsarbeit im Umgang mit Krankheiten und Hygiene in Schulen, an Arbeitsplätzen und in der ländlichen Region betrieben. Ich war nun schon zweimal während einer Präsentation in einer Grundschule mit anwesend und habe auch schon einige PowerPoint Präsentationen über Hepatitis und Tuberkulose bearbeitet und umgestaltet.

 

 

Abschließend bleibt noch zu sagen, dass es die letzten Tage tatsächlich geregnet hat. Ich war der einzige, der sich darüber gefreut hat. Dafür steigt die Temperatur nun ins Unbeschreibliche. Und wir sind erst am Anfang des Sommers.

 

  

 

 

Afrikanischer Alltag - zur Beruhigung

Die meisten Prognosen über den afrikanischen Kontinent seitens meiner Bekannten und Freunde haben mich dazu bewogen nun diesen relativ unspektakulären Beitrag über meinen Alltag zu erstellen. Er soll besonders die vielen grotesken Vorstellungen und haarsträubenden Vorurteile beseitigen, die in Deutschland über Afrika grassieren. Zunächst das Allgemeine: Ja, ich habe hier Strom, Wasser, Internet (Namibia hat teilweise sogar eine bessere Internet Abdeckung als Deutschland!) und geteerte Straßen. Nein, auf diesen Straßen laufen keine Löwen oder Elefanten, sondern es fahren hauptsächlich große, weiße Toyota-Geländewagen.

Es gibt hier zudem große Einkaufszentren, in denen man wirklich alles zum Leben und darüber hinaus erwerben kann. Natürlich Cola, IPhones und „Gillett“-Rasierer, aber auch deutsches Graubrot, „Clausthaler“-Bier, „Knorr“-Suppen und sogar „Schwartau“-Marmelade.

Für alle, die denken, dass ich mir mein Essen mit Pfeil und Bogen fangen muss, sollte dies eine kleine Beruhigung sein. Selbstverständlich unterscheidet sich die namibische Stadt von einer deutschen Stadt, aber den wirtschaftlichen Einfluss der ehemaligen Kolonialmacht und der globalen Ökonomie, kann man auch hier ziemlich deutlich spüren.

Mir geht es jedenfalls gut und ich genieße hier bei täglichen 33 Grad den wolkenleeren Himmel.

 

  

 

 

September 2014

Die Ovambo Hochzeit

Wenn im Ovamboland geheiratet wird, bedeutet das nicht wie in Deutschland, dass das Ehepaar einige Familienmitglieder und Freunde in die Kirche und zum Essen einladen. Vielmehr wir ein zweitägiges Fest gefeiert. Am ersten Tag wird das Paar kirchlich getraut. Gefeiert wird am selben Tag im Familienhaus der Braut, indem die Familienmitglieder des Bräutigams als Gäste einen höheren Stellenwert genießen. Am nächsten Tag, im Haus der Familie des Bräutigams, ist die Situation umgedreht. Findet diese Feier auf dem Land statt, ist jeder willkommen.

Auch ein deutscher Freiwilliger mit Kamera.

Da meine Chefin mit dem Bräutigam verwandt ist, nahm sie mich einfach mit, was mir die Möglichkeit bot einen Einblick in die Kultur der Ovambos zu erhalten. Erneut durfte ich die Gastfreundlichkeit und Höflichkeit dieser Menschen erleben.

Erste Eindrücke in Ongwediva

 

 

 

 

Sechs Stunden Fahrt trennen Windhoek, die Hauptstadt im mittleren Süden, mit Ongwediva in der Region Oshana. Ongwediva ist eine der aufstrebenen Städte Namibias und ist jedes Jahr der Austragungsort des Trade Fair Festivals Ongwediva.Nach dem Festival in Windhoek das zweitgrößte des Landes, worauf man hier sehr stolz ist.

Während dieses Events präsentieren sowohl Handarbeiter aus der Region, als auch Ministerien der namibischen Regierung deren Arbeit.


Auch Kulinarisches wird angeboten, was mir die Gelegenheit bot, traditionell gebrautes Bier und eine Art gekochte Raupe zu probieren.

Kann ich beides nicht empfehlen.  

Arrival in Namibia

Am 20. August 2014 begann nun mein Freiwilligendienst in Namibia mit einer langen Reise. Von Hannover mit der Bahn bis Frankfurt und von dort aus über Johannisburg mit South African Airways nach Windhoek. Nach der Landung auf dem minimalistischen Flughafen fuhren wir 12 Freiwilligen in eine kleine Lodge am Rande der namibischen Hauptstadt, um dort unsere Projekt-Supervisioren zu treffen und die letzten Fragen zu klären.

 

Dieser erste Eindruck auf das Land und die Leute ist zwar nur ein sehr kleiner, allerdings faszinieren bereits jetzt die Landschaft, das Klima und die Freundlichkeit der Menschen vor Ort.

August 2014

Mehr aus Namibia

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Fotos aus Namibia, Botswana und Zimbabwe auf meiner Flickr Seite


 

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